SFV bietet in Zusammenarbeit mit der UEFA eine «unglaubliche» Initiative für Mädchen von 5 bis 8 Jahren an

Im Rahmen des innovativen Programms UEFA Playmakers sollen Mädchen anhand von Geschichten mit beliebten Disney-Figuren den Spass an regelmässiger körperlicher Betätigung und am Fussball entdecken.

Mädchen in der Schweiz werden durch das UEFA-Playmakers-Fussballprogramm dazu ermutigt, eine lebenslange Liebe zum Fussball zu entfachen. Die Schweiz schliesst sich 22 anderen UEFA-Mitgliedsverbänden an, die UEFA Playmakers in Schulen und Klubs auf lokaler Ebene anbieten. Das Programm richtet sich an fünf- bis achtjährige Mädchen, die bisher noch nicht aktiv Fussball spielen.

Bewegung, Teamwork, Fantasie
Anders als bei herkömmlichen Fussballprogrammen sind die ersten zehn Trainingseinheiten des UEFA Playmakers auf den Animationsfilmen Die Eiskönigin II und Die Unglaublichen 2 aufgebaut. Mit Fussbällen, Überziehleibchen und Hütchen werden ausgebildete Trainer*innen die Teilnehmerinnen dazu motivieren, in die Rolle beliebter Figuren wie Elastigirl, Elsa oder Anna zu schlüpfen und die Filmszenen durch Bewegung, Teamwork und Fantasie zum Leben zu erwecken.

«Frauenfussball ist eine von vier strategischen Prioritäten innerhalb des Schweizerischen Fussballverbandes», erklärt Tatjana Haenni, Direktorin Frauenfussball. «Dabei ist eines der definierten Ziele, Fussball als beliebteste Sportart für Mädchen zu etablieren. Statistiken belegen, dass Mädchen mehrheitlich erst zwischen 8 bis 10 Jahren mit dem Fussball anfangen, und dass es in zwei Dritteln aller Schweizer Klubs keine reine Mädchen-Teams gibt. Das UEFA Playmakers unterstützt unseren Verband in seinen Bemühungen, Fussball für junge Mädchen zwischen 5 und 8 Jahren schweizweit und in allen Sprachregionen anzubieten. Damit ermöglichen wir den Mädchen, so wie den Jungs, Fussball mit viel Spass, Fantasie und Gemeinschaftsgefühl zu erleben.»

SFV-Präsident Dominique Blanc ist ebenfalls angetan: «Aktiv am UEFA-Playmakers-Programm teilzunehmen, betrachten wir als grosse Chance für den Schweizerischen Fussballverband. Seit Langem stellen wir fest, dass viele junge Mädchen in unserem Land Interesse am Fussball zeigen und diesen lieben, aber zögern, einem Klub oder einem Team beizutreten.» Ausserdem erklärt der Präsident, warum es sinnvoll ist, mädchengerecht zu trainieren: «Indem wir Trainingseinheiten anbieten, die Spass machen und dem Wesen und Alter der Mädchen entsprechen, geben wir uns eine echte Chance, die Zahl der lizenzierten Juniorinnen in unseren Klubs zu erhöhen. Es ist für den Fussball eine Gelegenheit zu wachsen, indem wir den Erwartungen von 50% der Bevölkerung gerecht werden. Wir sind davon überzeugt, dass Frauen unserem Sport einen Mehrwert bringen.»

Im Zuge der Etablierung des UEFA-Playmakers-Projekts in Europa sollen weitere Disney-Geschichten in das Programm integriert werden.

Ein Umfeld, in dem sich Mädchen entfalten können
In den ersten Trainingseinheiten des UEFA Playmakers sollen die Mädchen dazu gebracht werden, selbstbewusst aufzutreten, kreativ zu denken und ungezwungen mit ihren Freundinnen zu kommunizieren. Anschliessend werden ihnen grundlegende Fussballtechniken vermittelt, wobei der Spass am Sport weiterhin im Vordergrund stehen soll.

Nationalspielerin und Projekt-Botschafterin Coumba Sow ist vom UEFA Playmakers begeistert: «Dieses Programm ist eine tolle Sache, bei der es hauptsächlich um Spass geht. Damit kann man die jungen, starken Mädchen dazu animieren, Fussball zu spielen. Sie lieben Disney und damit kann man viel erreichen. Ich finde es eine hervorragende Idee, vor allem auch weil Teamwork, Freundschaft und soziale Kompetenz im Mittelpunkt stehen. Dank dem UEFA-Playmakers-Training lernen die Mädchen nicht nur etwas für den Fussball, sondern auch für das Leben. Ich finde es grossartig.»

Auch Silvan Widmer, Nationalspieler und Projekt-Botschafter, sieht im UEFA Playmakers eine Chance für den Mädchenfussball: «Wenn ich Fussball und Disney im gleichen Satz lese, dann muss ich sofort schmunzeln. Als Kind sah ich, wenn ich nicht in der Schule war oder Fussball spielte, des Öfteren Disney-Filme. Nun freue ich mich, diese mit meinen Töchtern zu schauen. Als Vater und Fussball-Profi finde ich diese Initiative grossartig und hoffe, dass dieses Projekt die Mädchen dazu bringen wird, mit dem Fussballspielen anzufangen.»

UEFA-finanzierte Forschung über spielerisches Lernen
Der Ansatz des spielerischen Lernens, der UEFA Playmakers innewohnt, basiert auf einer von der UEFA in Auftrag gegebenen und von der Leeds Beckett University in England durchgeführten Analyse der aktuellen Literatur zu diesem Thema. Es wurde untersucht, was junge Mädchen dazu motiviert, sich körperlich zu betätigen, und mit welchen Coaching-Methoden ein sicheres Lernumfeld geschaffen werden kann. Der Nutzen des spielerischen Lernens wird in den Untersuchungsergebnissen besonders hervorgehoben.

Eltern, die sich für das UEFA Playmakers interessieren, können die Internetseite www.football.ch/playmakers besuchen. 25 Schweizer Klubs bieten das UEFA-Playmakers-Training an.

(SFV) 

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