Christophe Girard: «Ich bedanke mich bei den 4700 Schiedsrichtern in der Schweiz»

  • 08.07.2019

Die Schiedsrichterkommission des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) hat seit dem 1. Juli 2019 einen neuen Präsidenten, den 37-jährigen Waadtländer Christophe Girard. Es handelt sich hierbei um eine zentrale Funktion, in welcher er der Hauptansprechpartner der SFV-Funktionäre, sowie der Vereinspräsidenten sein wird. Das Ziel ist dem Schiedsrichterwesen die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit es weiterhin qualitativ hochwertige Leistungen erbringen kann.

Dank der Nominierung von Sandro Schärer durch die UEFA kehrt das Schweizer Schiedsrichterwesen in die Gruppe 1 des internationalen Männerfussballs zurück. Bei den Frauen pfeift Esther Staubli bereits seit einigen Jahren in der Elite-Gruppe, so auch bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich. «Die Nominierung von Sandro Schärer ist ein Beleg dafür, dass der SFV gute Arbeit abliefert», bekräftigt Christophe Girard. «Sowohl auf finanzieller, technologischer, wie auch auf infrastruktureller Ebene wurde recht viel investiert, und in jenen Bereichen können wir nun die Früchte unserer Investitionen ernten. Die Teil-Professionalisierung unserer Schiedsrichter ist ein Aspekt, der andere ergänzt (wie zum Beispiel moderne Technologie im Stile des VAR)», präzisiert Girard.

Die Summe dieser Elemente wird es dem Schweizer Schiedsrichterwesen ermöglichen, sein Niveau auf jenem anderer europäischer Nationen zu halten, bzw. entsprechend zu erhöhen. Dank der Teil-Professionalisierung haben die Spielleiter der Super League die Möglichkeit, ihr Berufspensum zu reduzieren, um sich verstärkt ihrer Aktivität als Schiedsrichter widmen zu können; sei es in der Vorbereitung (sowohl physisch, als auch mental), oder auch in der Erholung. Das Ziel ist dem Schiedsrichterwesen die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit es weiterhin qualitativ hochwertige Leistungen erbringen kann.

Obschon viele Aspekte bereits gut funktionieren, besteht nach wie vor Verbesserungspotenzial. «Um die Abläufe zu optimieren, müssen die Strukturen an Klarheit gewinnen. Zudem ist das Image der Schiedsrichter in den Augen der Öffentlichkeit und der Medien nicht immer so gut, wie es sein sollte. Es liegt an uns, unsere Entscheide besser zu erklären, ob sie nun gut oder schlecht sind», so Girard, der sich gleichzeitig bei den 4'700 Schiedsrichtern und Schiedsrichter-Assistenten in der Schweiz bedanken möchte. «Ohne sie wäre kein Spielbetrieb in unserem Land möglich. Sie leiten Spiele aus Leidenschaft und ich lege Wert darauf, ihnen meinen herzlichen Dank auszusprechen».

Im Alter von 37 Jahren bekleidet der Waadtländer somit fortan den Posten des Präsidenten der Schiedsrichterkommission des SFV. Im Rahmen seines zweijährigen Mandats kann er sich auf qualitativ hochwertige Unterstützung verlassen. «Ich kann es kaum erwarten, diese neue Funktion ausführen zu dürfen. Ich habe das Glück, von kompetenten Kollegen umgeben zu sein, die Enthusiasmus versprühen. Ich freue mich darauf, dieses Abenteuer mit ihnen angehen zu können».

(SFV)

Passend zum Thema das Interview mit Christophe Girard aus der «Rotweiss»-Ausgabe vom Juli 2019

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